1. Allgemeine Informationen zu ALLNET-IP-Kameras

Der Hersteller ALLNET GmbH produziert Netzwerk- und IT-Hardware, darunter IP-Überwachungskameras für kleine und mittlere Unternehmen sowie professionelle Sicherheitsinstallationen. Diese Kameras sind in der Regel ONVIF-kompatibel, unterstützen Power-over-Ethernet (PoE) und liefern HD-Video-Streams, die in Video-Management-Systeme integriert werden können.

Typische Einsatzbereiche:

  • Gebäudeüberwachung,Büros und Schulen ,Smart-Building-Installationen, Videoüberwachung im Außenbereich

Die Kameras können über Standardprotokolle wie RTSP, HTTP und ONVIF in verschiedene Video-Management-Systeme eingebunden werden.

2. Erstinstallation einer ALLNET-IP-Kamera

2.1 Netzwerkintegration

Bei der ersten Inbetriebnahme wird empfohlen:

  • Kamera zunächst isoliert vom Hauptnetzwerk betreiben, Direkt mit einem Laptop oder separaten Netzwerksegment verbinden, Standard-IP und Zugangsdaten ermitteln, Danach die Kamera ins Hauptnetz integrieren

  • Dies verhindert IP-Konflikte und reduziert Sicherheitsrisiken während der Einrichtung.

2.2 Werkseinstellungen (Default-Parameter)

Typische Standardparameter vieler ALLNET-IP-Kameras:

ParameterWert
Standard-IP-Adresse192.168.1.188  (oder auch 192.168.1.13)
Benutzernameadmin
Passwortadmin
Standard-RTSP-Port554

Diese Werte sollten nach der Erstinstallation sofort geändert werden, um Sicherheitsprobleme zu vermeiden.

3. Zugriff über Netzwerk (IP-Adresse)

3.1 Zugriff über Webbrowser

Die Kamera kann normalerweise über einen Browser aufgerufen werden: http://192.168.1.188 

Nach Login mit Benutzername und Passwort erscheint das Web-Interface zur Konfiguration.

3.2 Zugriff über RTSP-Stream

RTSP ist das Standardprotokoll für Video-Streaming von IP-Kameras.

Beispiel RTSP-URL

rtsp://admin:admin@192.168.1.188:554/h264

Andere mögliche RTSP-Streams:
rtsp://admin:admin@192.168.1.188:554/cam/realmonitor?channel=1&subtype=1
oder
videostream.asf?usr=[USERNAME]&pwd=[PASSWORD]

Diese URLs werden typischerweise in VMS-Software, NVR-Recorder, Videoanalyse-Software verwendet.

4. ONVIF und RTSP

4.1 RTSP

RTSP dient ausschließlich zum Streaming von Video und Audio. Typischer Aufbau einer RTSP-Adresse: rtsp://Benutzer:Passwort@IP-Adresse:Port/Stream

4.2 ONVIF

ONVIF ist kein Videostream-Protokoll, sondern ein Standard zur Geräteverwaltung und -erkennung. ONVIF ermöglicht: automatische Kamerasuche im Netzwerk, Konfiguration der Kamera, Steuerung von PTZ-Funktionen, Zugriff auf Streams. Das eigentliche Video wird jedoch weiterhin über RTSP übertragen.

5. Sicherheits- und Netzwerkkonfiguration

Empfohlene Netzwerkkonfiguration für professionelle Überwachungssysteme:

5.1 Statische IP

Jede Kamera sollte eine statische IP-Adresse erhalten. Beispiel: 192.168.10.20, 192.168.10.21, 192.168.10.22

5.2 VLAN-Segmentierung

Überwachungskameras sollten in einem eigenen VLAN betrieben werden. Vorteile: erhöhte Sicherheit, geringere Netzwerklast, bessere Verwaltung

5.3 Sicherheitsmaßnahmen

Folgende Funktionen sollten deaktiviert werden, wenn sie nicht benötigt werden: UPnP, DDNS, automatische Firmwareupdates, ungenutzte Netzwerkprotokolle. Damit wird verhindert, dass Kameras direkt aus dem Internet erreichbar sind.

6. Kompatible Video-Management-Software

Ein Beispiel ist: SmartVision

Diese Software unterstützt: ONVIF-Kameras, RTSP-Streams, HTTP-Videozugriff. Die Funktionen sind: Videoaufzeichnung (MP4, H.264/H.265), Objekterkennung, Bewegungserkennung, Kennzeichenerkennung, Gesichtserkennung, Cloud-Integration, Mehrkamera-Überwachung

7. Technische Informationen zur Kamera ALL-CA2400 / ALL-CAM-Serie

Die genaue Modellbezeichnung ALL-CA2400 wird selten dokumentiert, gehört aber wahrscheinlich zur ALL-CAM-Serie von ALLNET. Die technischen Eigenschaften ähnlicher Modelle sind daher relevant.

8. Technische Spezifikationen (typische ALL-CAM-Modelle)

  • Bildsensor: CMOS-Sensor (z. B. 1/2.7″), progressive scan
  • Typische Auflösungen: 2880 × 1620 (5 MP), 2560 × 1440 (4 MP), 1920 × 1080 (Full-HD) bis zu 30 fps.
  • Video-Kompression Unterstützte Codecs: H.264, H.265, Ultra265, MJPEG
  • Bitrate: 128 Kbit/s – 16 Mbit/s
  • Streaming – Unterstützung für: Triple-Stream. Beispiel: Hauptstream: 5MP, Substream: 720p, Third stream: CIF / D1
  • Netzwerkprotokolle – Unterstützte Protokolle: IPv4, TCP, UDP, DHCP, RTP, RTSP, RTCP, HTTP / HTTPS, FTP, SMTP, SNMP, DDNS, NTP, UPnP
  • ONVIF-Kompatibilität – Unterstützte Profile: Profile S, Profile G, Profile T. Diese ermöglichen Integration in fast alle professionellen VMS-Systeme.

9. Video-Analysefunktionen

Typische Kamerafunktionen: Motion Detection, Privacy Masking, ROI-Bereiche, WDR (bis 120 dB), BLC / HLC, 2D- und 3D-Rauschunterdrückung, Smart-IR für Nachtaufnahmen

10. Optische Eigenschaften

Typische Parameter: IR-Reichweite: bis zu 50 m, Motorisiertes Zoom-Objektiv, horizontaler Blickwinkel bis ca. 106°

11. Audio und Alarm

Viele Modelle besitzen: Audio: G.711, Zwei-Wege-Audio und auch Alarm: 1 Eingang, 1 Ausgang

12. Speicher

Lokaler Speicher: MicroSD bis 256 GB, Netzwerkspeicher: NAS, NVR, VMS-Server

13. Stromversorgung

Optionen: 12 V DC oder PoE (IEEE 802.3af). Stromverbrauch typischerweise: 4,5 – 8 Watt

14. Gehäuse und Umwelt

Typische Spezifikationen: Schutzklasse IP67, Vandalismusschutz IK10, Temperaturbereich −30 °C bis +60 °C

15. Netzwerk-Schnittstelle

Hardware: 1 × RJ45 Ethernet, 10/100/1000 Base-T

ALLNET-IP-Kameras sind für professionelle Videoüberwachung ausgelegt und unterstützen offene Standards wie RTSP und ONVIF, wodurch sie leicht in verschiedene Video-Management-Systeme integriert werden können.

Wichtige Merkmale:

  • Standard-IP: 192.168.1.188

  • Standard-Login: admin / admin

  • RTSP-Streaming über Port 554

  • Unterstützung von H.264 / H.265

  • ONVIF-Integration

  • PoE-Stromversorgung

  • Micro-SD-Aufzeichnung

  • erweiterte Videoanalysefunktionen

Durch VLAN-Segmentierung, statische IP-Adressen und Deaktivierung unsicherer Protokolle kann eine sichere und stabile Überwachungsinfrastruktur aufgebaut werden.